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Versammlung der Stadtteile (26.10.19) endet mit Resolution für den Erhalt des Vollhöfner Walds

Gestern, am Samstag, 26.10.2019 fand die große Versammlung der Stadtteile in Altona statt und wir Schreberrebellen waren dabei.

Es war eine großartige Veranstaltung. In spannenden Vorträgen und Workshops wurde sehr deutlich, dass Hamburg endlich eine Bürgerbeteiligung auf politischer Ebene braucht, die diesen Namen auch verdient.

Anlässlich des Vorhabens des Hamburger Senats, in Altenwerder einen Wald von 23.000 Bäumen zu planieren, haben die Anwesenden einstimmig eine Resolution gefasst, in der sie sich für den Erhalt dieser einmaligen Naturfläche aussprechen.

Es ist großartig zu sehen, dass die Vernetzung der Initiativen immer mehr an Fahrt aufnimmt. Hier entsteht eine neue, ernst zu nehmende politische Kraft in Hamburg - die einzig und allein von BürgerInnen ausgeht.

Hier nun die gemeinsam verabschiedete Solidaritätserklärung:

"Solidaritätserklärung mit den Aktivist*innen der Besetzung des Vollhöfner Waldes

Heute, am 26.10.19, haben sich Aktivist*innen von mehr als 40 Initiativen aus Wilhelmsburg, Steilshoop, St. Pauli, Horn, Altona, Rissen, Ottensen, Dulsberg, Lokstedt, Rahlstedt, Mümmelsmannsberg, Langenhorn, Eppendorf, Bergedorf, Altenwerder, Hoheluft, Eimsbüttel, Bahrenfeld und weiteren Hamburger Stadtteilen getroffen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und sich gemeinsam für eine ökologische, demokratische und sozial gerechte Stadtentwicklung einzusetzen.

Überall in Hamburg wehren sich Bürgerinitiativen gegen eine Stadtentwicklungspolitik, die sich fast ausschließlich an Investoreninteressen orientiert, auf Kosten der Menschen und der Natur in der Stadt. Das Menschenrecht auf Wohnen ist zur Ware geworden, Immobilienkonzerne machen Riesengewinne. Ökologisch wichtige Grünflächen und Wälder werden für Hafenerweiterungen gerodet und versiegelt. Grünflächen und Kleingärten werden zugebaut mit teuren Luxuswohnungen, Schwimmbäder und Postfilialen werden geschlossen, Kreuzfahrtschiffe verpesten die Luft und verschärfen den Klimawandel.

Wenn Bürger*innen Bürgerbegehren und Bürgerentscheide nutzen wollen, um Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen, zieht der Senat regelmäßig die Entscheidung an sich. Während hunderttausende Menschen für Klima- und Artenschutz auf die Straße gehen und wissenschaftliche Berichte Alarm schlagen, halten die politischen Entscheidungsträger an einer Politik von vorgestern fest:

Nach den Plänen der Hafenverwaltung HPA sollen für die Erweiterung der Logistikfläche 23.000 Bäume im Vollhöfner Wald fallen. Aktivist*innen errichteten dagegen ein Baumhaus um mit dieser Aktion gegen die Abholzung des Waldes zu protestieren. Daraufhin setzt der Senat aus SPD und Grünen dort einen unsinnigen und unverhältnismäßigen Räumungseinsatz des Baumhauses und seiner Bewohner*innen durch, die Hamburger Polizei bedient sich dabei massiver Mittel und eines martialischen Fahrzeugaufgebots.

Mit Ihren Aktionen machen verschiedene gesellschaftliche Initiativen und Gruppen auf die bedrohliche Entwicklung des Klimawandels aufmerksam. Dies sollte unser aller Anerkennung finden und muss die Politiker*innen zum Umdenken bewegen. Es sind endlich konsequente und wirksame Maßnahmen für den Klima- und Artenschutz notwendig.

Wir, die heute bei der Versammlung der Stadtteile beteiligten Aktivist*innen, solidarisieren uns mit dem gewaltfreien Widerstand der Besetzer*innen im Vollhöfner Wald. Wir verurteilen die Räumungsversuche der Polizei und des Senats. Die Besetzer*innen im Vollhöfner Wald stellen sich der ökologisch und sozial zerstörerischen Senatspolitik in vorbildlicher Weise entgegen. Sie verdienen unsere volle Unterstützung.

Hamburg, den 26.10.2019

Versammlung der Stadtteile (Einstimmig angenommen)

Völli bleibt!"

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Kommentare.
Seiten:
1
Dirk
+12

Leider hat sich nur eine Politikerin aus dem Senat dort hin getraut. Spricht die SPD nicht immer von der Volksnähe ?
Ich hätte so gern ein SPD-Mitglied auf die Wohnraumvernichtung in den Kleingärten , die zur Zeit
immer wieder stattfindet angesprochen. -Eine tolle Veranstaltung- und denkt daran in 3 1/2 Monaten wird gewählt.

Veröffentlicht am 28.10.2019 18:06:09
Ich
+9

100.000.000,00 zahlt angeblich die Saga GWG
jährlich an die FFH.
Nein, die Mieten können nicht gekürzt werden,
dann fehlt dem Senat ja Geld.🤑🤮🤐 👎

Veröffentlicht am 02.11.2019 14:52:23
Laura
+4

Hilfe, nicht nur in Vollhöfner W. sollen oder werden die Bäume abgeholzt, nein bei uns im Kleingarten auch !
Sobald Pächterwechsel ist, bekommen die neuen Pächter vom Vorstand vorgeschrieben welche Bäume gefällt werden müssen. Keiner wird gefragt ob er es kann und von Genehmigungen ist schon gar nichts zu hören. Abendteuerlich Was da passiert. Welche Behörde ist dafür zuständig ?

Veröffentlicht am 09.11.2019 15:35:10
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