Aktuelle Meldungen

Barmbek: Unangekündigter Kahlschlag im Kleingartenverein 416

Die folgende Meldung erhielten wir vor wenigen Tagen von der Initiative "Dieselstraßenland" aus Barmbek. Dort befindet sich der Verein Am Grenzbach (416), dessen Fläche Anfang des Jahres von der Stadt gekündigt worden ist. Der LGH hat der Kündigung zugestimmt. Die Kleingärtner bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Kündigung. Offenbar sind sie nicht die einzigen, die das so sehen, denn immerhin hat es eine Senatsanfrage dazu gegeben, in der sich die Stadt ganz schön windet. (Wir werden in Kürze darüber berichten, bitten die Barmbeker Gartenfreunde um Verständnis, dass wir die Einwände selbst nachprüfen möchten, bevor wir uns dazu äußern.)

Nun ist es in den Gärten offenbar zu groß angelegten Abholzungen gekommen, ohne dass die Schreber Bescheid wussten. Die Bilder, die uns dazu übermittelt wurden, sprechen für sich. Hier die leicht gekürzte Meldung der örtlichen Bürgerinitiative "Dieselstraßenland":

" Sehr geehrte Damen und Herren,

in der vergangenen Woche sind in der Barmbeker Dieselstraße in bewirtschafteten Kleingärten des Kleingartenvereins 416 auf den Parzellen Obstbäume gefällt worden. Dies ist geschehen, ohne dass die betroffenen Kleingärtner und wohl auch nicht der Vorstand des Gartenvereins vorab darüber informiert wurden. Wer in diesen Tagen die einst idyllischen Gärten an der Dieselstraße betrachtet, kann sich ein Bild von den Verheerungen machen. In den angrenzenden Straßen Schlicksweg und Ivensweg soll die Zerstörung nun weitergehen.
Hintergrund: Die Kleingärten wurden unter dubiosen Umständen zum 30.11.2017 gekündigt, wobei möglicherweise das Bundeskleingartengesetz ausgehebelt wurde. Anwohner und Kleingärtner sind der Meinung, dass die Kündigungsvoraussetzungen nicht vorlagen, weil für mehrere Abschnitte des Bebauungsplans Barmbek Nord 11 keine Investoren vorliegen. Dies ist aber eigentlich die Voraussetzung für eine ordentliche Kündigung.
Als wäre dies nicht genug, werden die verbliebenen Kleingärtner nun mit unangekündigten Baumfällungen drangsaliert. Wird hier nach dem Motto vorgegangen "Wenn erst alles zerstört ist, wird niemand mehr dafür kämpfen"? Selbst wenn die Kündigung der Kleingartenflächen nicht nichtig sein sollte, so sind die verbliebenen Kleingärtner in jedem Fall noch Pächter der jeweiligen Parzellen. Etliche von ihnen haben Nutzungsverträge unterschrieben, die ihnen ein Nutzungsrecht bis mindestens in den Spätsommer 2018 zusichern. Niemanden nützt es, jetzt diese schönen alten Bäume zu fällen. (...)

Was hier und anderswo in Hamburg mit unserer Stadtnatur passiert, ist nicht nur traurig, es ist in unseren Augen ein Verbrechen am Bürger. "

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Kommentare.
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Karen Schlicht

Ich bin auch eine betroffene Pächterin.Es wurden nicht nur ein großer Apfelbaum gefällt, sondern sämtliche Ziergehölze wie Flieder, Azaleen, Kletterhortensien, wunderschöne Rhododendren, Forsythien etc. Einige der Pflanzen hätte man im Spätsommer umsetzen können. Mein Garten hat sozusagen einen Kahlschlag durch ein "Kettensägenmassaker" erfahren und ist nicht mehr nutzbar! Der Architekt etc der STEG hätten dieses Ausmaß angeordnet, Frau Koch (STEG) sprach von Missverständnis. Ich ziehe eine Strafanzeige in Erwägung!

Veröffentlicht am 19.02.2018 18:35:54
Henrike

Entschuldigung: Das "In Erwägung ziehen" einer Strafanzeige hat noch niemandem geschadet. Wenn Sie das alles wirklich ernst meinen, dann würden Sie nicht in Erwägung ziehen, sondern es machen.

Veröffentlicht am 08.03.2018 10:22:58
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