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17.07., 20:45 Uhr, MDR - Warum aus Kleingärten Bauland wird

Exodus am Beet: „Exakt – Die Story“ im MDR über Kleingärten als begehrtes Bauland wird am 17.07 2019 um 20:45Uhr im MDR ausgestrahlt.

Auch wenn die Verhältnisse in Mitteldeutschland nicht immer 1:1 auf Hamburg übertragen werden können (in HH haben wir z.B. keinen Leerstand, sondern im Gegenteil viel zu wenige Gärten für die große Bevölkerungszahl), so scheint zumindest die Sache mit den Grundstücksverkäufen eine klare Parallele zu den HHer Verhältnissen zu sein.

In Hamburg passiert ja nichts anderes, als dass der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) als profitorientiertes Unternehmen Hamburgs Grund an private Investoren verscherbelt, eine Fläche nach der anderen.

Die "Nachverdichtung im Bestand" bei den Kleingärten dient einzig dazu, mehr Parzellen auf weniger Fläche unterzubringen, damit die so freigeschaufelten Flächen an Spekulanten verkauft werden können. Und wieder ist ein Stück Hamburg weg, das gehört dann irgendeinem Immobilienkonzern, für immer. Super.

"Wohnungsbau", ja klar. Dass die ultrakurze Sozialbindung von nur 15 oder 20 Jahren aber dazu führt, dass es jedes Jahr weniger Sozialwohnungen gibt - trotz Bauboom! -  darüber wird leider so gut wie nie berichtet. Das Abendblatt hat es einmal getan. Hier geht es zum Artikel, den wirklich alle Hamburger kennen sollten. Es ist aber Fakt. Wenn so weitergebaut wird wie bisher, dann fehlen im Jahr 2030 in Hamburg gut 290.000 Sozialwohnungen. Dass die hohen Wohnungspreise in HH am zu niedrigen Angebot liegen, ist eine Lüge. Es gibt genügend Wohnungen. Es kann sie nur nicht jeder leisten.

Der Kleingärtnerverband findet's toll und macht dabei munter mit. So wird das Kleingartenwesen in Hamburg systematisch kaputtgemacht, und zwar von ganz oben.

Am 17.07. erhalten wir vielleicht einen kleinen Einblick, ob es im Osten ähnlich läuft.

Aus der Ankündigung der Sendung: (...) „Gartenland zu Baugrund“ heißt es ebenfalls in Penig. Zusammen mit einem Investor plant das Rathaus auf den Parzellen eine Einfamilienhaus-Siedlung. Auch hier stößt die Entscheidung bei denen, die weichen sollen, auf Unverständnis. Sie wehren sich gegen den drohenden Verlust der Scholle, zumal ihnen die Geschäfte des Investors mit der Stadt suspekt sind. Der niedrige Kaufpreis für das betreffende Grundstück sorgt für Zündstoff. (...)

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